Jahresbericht der First-Responder des DRK O.V. Bendorf


Fast 100 Einsätze in lebensbedrohlichen Situationen
First Responder des DRK Bendorf haben jetzt auch eigenen Defibrillator


BENDORF. Im Jahr 2007 wurde durch den Ortsverein Bendorf des Deutschen Roten Kreuz die
sogenannte First-Responder-Gruppe ins Leben gerufen. Bei den First Respondern oder auch
„Helfer vor Ort“ genannt, handelt es sich um in Bendorf ansässige Mitglieder des DRK Ortsvereins,
welche bei medizinischen Notfällen zu Hilfe eilen, um die Zeit bis zum Eintreffen von
Rettungsdienst und Notarzt mit lebensrettenden Maßnahmen zu überbrücken. Sämtliche in
Bendorf eingesetzten First-Responder verfügen über eine sanitäts- oder rettungsdienstliche
Ausbildung und versehen diesen Dienst ehrenamtlich in ihrer Freizeit. Breite Unterstützung erfuhr
das Projekt durch die Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Wirtschaft, welche die Anschaffung eines
eigenen Einsatzfahrzeuges für diesen Zweck ermöglichte.
Die Standorte von Rettungswagen sind durch den rheinland-pfälzischen Gesetzgeber derart
festgelegt, dass jeder an einer Straße gelegene Ort im Land innerhalb von 15 Minuten nach
Eingang des Notrufs bei der Rettungsleitstelle erreicht werden kann. Bei zeitkritischen Notfällen
wie beispielsweise Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei einer Wiederbelebung kommt es jedoch auf
jede Minute an. Sollte der in Bendorf stationierte Rettungswagen aufgrund eines anderen
Einsatzes nicht verfügbar sein und kommt es während dessen in Bendorf zu einem Notfall, so
dauert es annähernd 15 Minuten, bis ein Rettungswagen von einer benachbarten Rettungswache
eintrifft. In einem solchen Fall werden durch die Rettungsleitstelle parallel zum Rettungsdienst die
First Responder über Funkmeldeempfänger alarmiert, welche jeden Notfallort in Bendorf in
maximal 5 Minuten erreichen können. Sie sind keine Konkurrenz zum Rettungsdienst und sollen
diesen auch nicht ersetzen, sondern lediglich die schnellstmögliche Einleitung lebensrettender
Maßnahmen sicherstellen. Im Jahr 2010 wurden die First Responder in Bendorf 97-mal alarmiert,
hiervon in 36 Fällen mit akuter Lebensgefahr für den Patienten, darunter 4 Wiederbelebungen.
Den Großteil der Einsätze bilden internistische Notfälle, 7-mal erfolgte der Einsatz bei
Verkehrsunfällen, einmal wurde der Notarzt durch die First-Responder mit dem Einsatzfahrzeug
vom Landeplatz des Rettungshubschraubers zum Patienten gefahren.
Durch eine dienstplanmäßige Bereitschaft der 8 ehrenamtlichen Helfer, welche den Dienst
unentgeltlich versehen, ist der Einsatz stets sichergestellt. Mittels einer Spende der
Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Wirtschaft und eines in Bendorf niedergelassenen Arztes gelang
es im vergangenen Jahr einen Defibrillator anzuschaffen, mit welchem bei lebensgefährlichem
Herzkammerflimmern ein möglicherweise rettender Elektroschock abgegeben werden kann.
Nunmehr verfügen die First-Responder in Bendorf über eine Ausstattung, wie sie auch in einem
Krankentransportwagen mitgeführt wird.
Der Einsatz der First Responder ist für den Patienten stets kostenlos und kann auch nicht über die
Krankenkassen abgerechnet werden. Deshalb müssen die Kosten für die Unterhaltung des
Einsatzfahrzeuges, sowie das medizinische Material wie Infusionen und Verbandsstoffe durch den
Bendorfer Ortsverein selbst gestemmt werden. Insofern ist das First-Responder Projekt stets auf
Spenden angewiesen. Für die bisherige finanzielle Unterstützung und die zahlreichen Spenden
möchte sich der DRK-Ortsverein, auch im Sinne der bisher versorgten Patienten, herzlich
bedanken. Sollten auch Sie die First Responder in Bendorf durch Ihre Spende unterstützen wollen,
setzen Sie sich bitte mit Herrn Kurt Schneider
(Tel. 0170 / 344 03 94) in Verbindung.
Text: Max Bolsinger
First-Responder-Gruppe Bendorf
Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Bendorf

 

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